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Du musst nicht immer funktionieren – warum dein Wohlbefinden dich braucht

wahlnetwork
25. Aug.
3 Min. Lesezeit

Wann hast du dich das letzte Mal gefragt, wie es dir wirklich geht?


Frau sitzt mit Tasse auf Terrasse vor Berglandschaft; Text: Du musst nicht immer funktionieren, Gesundheitsfrequenz.

Nicht:„Was muss ich heute noch erledigen?“

Nicht:„Was brauchen die anderen von mir?“

Sondern ganz einfach:

„Wie geht es eigentlich mir?“

Vielleicht musst du bei dieser Frage erst einmal überlegen.

Vielleicht, weil du es gewohnt bist, zu funktionieren.

Du stehst morgens auf, organisierst den Alltag, kümmerst dich um Familie, Beruf und Verpflichtungen. Du beantwortest Nachrichten, erledigst Aufgaben und bist für andere da.

Und wenn am Ende des Tages noch ein bisschen Energie übrig ist, kommt vielleicht

irgendwann der Gedanke:

„Ich müsste eigentlich auch mal etwas für mich tun.“

Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Und genau so können Wochen, Monate oder sogar Jahre vergehen.


Wenn „funktionieren“ zum Alltag wird

Funktionieren ist an sich nichts Schlechtes.

Es gibt Phasen im Leben, in denen wir einfach durchhalten müssen.

Doch problematisch kann es werden, wenn Funktionieren zum Dauerzustand wird.

Wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse ständig verschieben.

Wenn Erholung immer erst dann stattfindet, wenn wirklich nichts mehr geht.

Wenn wir unsere Gefühle wegschieben, weil gerade keine Zeit dafür ist.

Und wenn wir irgendwann gar nicht mehr richtig wissen, was wir selbst eigentlich brauchen.

Vielleicht fühlt sich das dann so an:

Du bist ständig müde.

Du bist innerlich unruhig.

Du kannst schlecht abschalten.

Du hast das Gefühl, immer etwas erledigen zu müssen.

Oder du funktionierst nach außen ganz normal, während es sich in dir ganz anders anfühlt.

Und vielleicht fragst du dich irgendwann: „Was ist eigentlich mit mir los?“


Vielleicht ist die bessere Frage eine andere

Anstatt sofort zu überlegen, was mit dir nicht stimmt, könntest du dich einmal fragen:

„Was habe ich in letzter Zeit eigentlich alles von mir verlangt?“

Habe ich mir ausreichend Pausen erlaubt?

Habe ich auf meine Bedürfnisse gehört?

Habe ich Gefühle zugelassen oder immer wieder weggeschoben?

Habe ich Zeit für Dinge gehabt, die mir Freude machen?

Habe ich überhaupt noch Momente, in denen ich einfach nur sein darf?

Diese Fragen können unbequem sein.

Aber genau deshalb sind sie wertvoll.

Denn Veränderung beginnt nicht immer damit, dass wir noch mehr tun.

Manchmal beginnt sie damit, dass wir aufhören, ständig über unsere eigenen Grenzen hinwegzugehen.


Körper, Geist und Emotionen gehören zusammen

Für mich bedeutet ganzheitliche Gesundheit, den Menschen nicht in einzelne Bereiche aufzuteilen.

Körper.

Gedanken.

Emotionen.

Lebensweise.

Alles beeinflusst sich gegenseitig.

Wenn wir dauerhaft unter Druck stehen, kann sich das nicht nur auf unsere Stimmung auswirken. Wir können uns auch körperlich anders fühlen.

Und wenn wir emotional belastet sind, kann es wiederum schwieriger werden, zur Ruhe zu kommen.

Deshalb möchte ich Gesundheit nicht nur als die Abwesenheit von Krankheit betrachten.

Gesundheit bedeutet für mich auch, sich selbst wieder wahrzunehmen.

Zu erkennen, wann etwas zu viel wird.

Die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Und Schritt für Schritt wieder mehr Balance zu finden.


Du musst nicht dein ganzes Leben verändern

Das ist vielleicht einer der wichtigsten Gedanken.

Du musst nicht von heute auf morgen alles umstellen.

Du musst nicht plötzlich jeden Tag meditieren, dein komplettes Leben verändern oder

alles perfekt machen.

Beginne klein.

Vielleicht mit zehn Minuten nur für dich.

Einem Spaziergang.

Einem bewussten Atemzug.

Einer Pause ohne Handy.

Einem „Nein“, obwohl du sonst wieder zugesagt hättest.

Oder mit einer einfachen Frage am Abend:

„Was hat mir heute gutgetan?“

Und vielleicht auch:

„Was hat mir heute Energie genommen?“

Wenn du diese Fragen regelmäßig stellst, beginnst du wieder wahrzunehmen.

Und Wahrnehmung ist ein wichtiger erster Schritt.


Du bist nicht dafür da, nur zu funktionieren

Vielleicht hast du dich so sehr daran gewöhnt, für andere da zu sein, dass du vergessen hast, dass du selbst ebenfalls wichtig bist.

Deine Bedürfnisse.

Deine Gefühle.

Deine Grenzen.

Deine Wünsche.

Deine Lebensfreude.

Du darfst dir selbst Raum geben.

Nicht erst dann, wenn alles andere erledigt ist.

Denn ganz ehrlich:

Alles wird wahrscheinlich nie erledigt sein.

Es wird immer etwas geben.

Eine Aufgabe.

Eine Verpflichtung.

Jemanden, der etwas braucht.

Deshalb darf Selbstfürsorge einen festen Platz in deinem Leben bekommen.

Nicht als Luxus.

Sondern als bewusste Entscheidung für dich.


🌿 Vielleicht ist heute ein guter Tag für einen kleinen Anfang

Mach für einen Moment Pause.

Leg das Handy weg.

Atme tief durch.

Und frag dich:

Was brauche ich gerade wirklich?

Vielleicht kommt sofort eine Antwort.

Vielleicht auch nicht.

Beides ist völlig in Ordnung.

Du musst nicht alles sofort wissen.

Du darfst dich selbst wieder kennenlernen.

Schritt für Schritt.

Ohne Druck.

Ohne Perfektion.

Und ohne ständig funktionieren zu müssen.

Denn dein Wohlbefinden beginnt nicht irgendwann.

Es beginnt mit dem Moment, in dem du dich selbst wieder wichtig nimmst. 💚



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